Die Spezialisten für Sonderlösungen

Interview mit Winfried Meißner, Geschäftsführer, IPM Industrieprodukte Meißner GmbH

Die Effizienz von Materialflusslösungen hängt von vielen Faktoren ab: Neben der Leistungsfähigkeit der Antriebe und der Stabilität der Förderstrecken kommt den Transport- und Prozessbändern eine sehr wichtige Rolle zu. Ihr Aufbau und die Materialbeschaffenheit sowie technische Eigenschaften, die zuverlässigen Betrieb und lange Einsatzzeiten gewährleisten, sind wichtige Faktoren. Denn Waren müssen innerhalb einer Förderstrecke nicht nur möglichst schnell und unbeschädigt ankommen, sondern auch exakt platziert und zum richtigen Zeitpunkt ihr Ziel erreichen. Deshalb sind Lösungen gefragt, die auf Know-how und hochwertigen Produkten basieren. Auf solche Herausforderungen spezialisiert ist das fränkische Unternehmen IPM Industrieprodukte Meißner GmbH.

Vor rund zwanzig Jahren (1998) hat Winfried Meißner das Unternehmen in Donnersdorf bei Schweinfurt gegründet und leitet es heute (aktuell: 20 Mitarbeiter) gemeinsam mit seinen Söhnen Andreas und Stefan Meißner. „Als Spezialist für Fördertechnik sind wir im Bereich der Förder- und Montagetechnik erfolgreich am Markt etabliert. Auf Basis unserer langjährigen Erfahrung, unseren hohen Qualitätsansprüchen und der eigenen Produktentwicklung konzipieren wir für die individuellen Anforderungen unserer Kunden Komplettanlagen, unterstützen diese bei Sonderlösungen oder bedienen Sie mit Einzelkomponenten“, sagt Meißner.

IPM präsentiert ein Modulkettenband mit einem Eckumsetzer als Neuentwicklung

Der Kundenstamm ist groß und reicht von mittelständischen Unternehmen bis hin zu Konzernen, vorwiegend in den Branchen Automobilzulieferung, Verpackungstechnik und Lebensmittelindustrie. Geliefert werden Fördersysteme, angefangen von Modul- und Stahlkettenbändern bis hin zu Rollenbahnen und Palettensystemen. IPM bietet seinen Kunden einfache sowie komplexe Lösungen an, die Waren beziehungsweise Material gleich welcher Art fördern.

Zum Portfolio der Unterfranken zählen Modul-, Stahlketten-, Messerkanten- und Gurtförderbänder sowie Kettenförderer, Pufferspeicher, Drehtische und Rollenbahnen. Auch Sonderlösungen gehören für IPM zum Tagesgeschäft. Das sind beispielsweise Teilespeicher, Klemmförderer, Spiralförderer, Prismenförderer bis hin zu Liften.

Vier Kilometer Bänder pro Jahr

„Mit Habasit verbindet uns schon seit 2008 eine sehr gut funktionierende Partnerschaft“, erinnert sich Meißner und ergänzt: „Auf der Suche nach einem leistungsfähigen Lieferanten mit hochwertigen Produkten und einem umfassenden Programm kamen wir schnell mit Habasit in Kontakt. Als A-Kunde bei Habasit verbauen wir eine beachtliche Zahl von Bändern. Mit Abstand die größte Menge nehmen wir von den Modulbändern HabasitLINK® ab: rund vier Kilometer pro Jahr!“ Die Bandbreite reicht von sehr schmalen 150 bis zu beeindruckenden 3500 Millimetern. Je nach dem, wie die Anforderungen der Kunden lauten. Die breiten Modulbänder kommen vorwiegend zur Pufferung von Transportgütern innerhalb einer Produktion zum Einsatz.

Ein starkes Trio bilden Andreas Meißner, Winfried Meißner und Stefan Meißner (v.l.n.r.)

Modulbänder: Echte Allrounder

Für viele Anwendungen in der Lebensmittelproduktion und Verpackungstechnik setzt IPM auf die Modulbandfamilie HabasitLINK®. Diese bestehen aus einem Verbund einzelner, hochpräzise spritzgegossener Kunststoffmodule, die über seitliche Stäbe miteinander verbunden sind. Die robuste Ausführung ist für effizienten Transport und einfache Reinigung optimiert. Kunststoff-Modulbänder machen durch den formschlüssigen Eingriff von Zahnrädern und Band den Einsatz von Spannsystemen überflüssig und sorgen so für eine dauerhaft korrekte Bandführung.

Mit der mechanischen Endverbindung Saniclip lassen sich die Modulbänder innerhalb von Sekunden öffnen und aus der Anlage entfernen. Dies bewährt sich insbesondere beim Ein- und Ausbau der speziellen Kupplungsstäbe in Anwendungen, bei denen eine häufige Bandreinigung erforderlich ist. Die Installation mehrerer Habasit Saniclip Verbindungen an einem Band ermöglicht ein Öffnen an verschiedenen Positionen. Verschluss und Stab sind als Baugruppe verbunden, um den Verlust der Verschlusskomponente zu vermeiden.

Fördern auf engstem Raum

„Mit der HabasitLINK® Produktfamilie sind wir sehr flexibel in der Planung und Auslegung von Materialflusslösungen. Selbst engste Radien mit einem Kollapsfaktor von 1,5 lassen sich mit den Kurvenbändern aus diesem Programm realisieren, aber auch Steigungen in den Förderstrecken sind möglich. Dadurch können wir sehr kompakte Förderanlagen umsetzen. Und genau das wird sehr oft von unseren Kunden angefragt“, betont Meißner. „Wir setzen vorwiegend Modulbänder aus hochfestem Kunststoff (Polyoxymethylen - POM) ein, die durch hohe Steifigkeit, geringe Reibung und sehr gute Formstabilität überzeugen.“

Lebensmittel sauber transportiert

Viele der IPM-Kunden produzieren Lebensmittel: Die Unterfranken beliefern unter anderem Großbäckereien, Hersteller von Süßwaren, Getränkeproduzenten bis hin zu Lebensmittelkonzernen. Entsprechend vielfältig sind die Anforderungen an die Fördertechniklösungen durch sehr unterschiedliche Güter und gesetzliche Anforderungen. Insbesondere die Lebensmittelindustrie hat hohe Ansprüche an Materialflusslösungen, weiß Meißner: „Bei Förderprozessen sind höchste Anforderungen an Sauberkeit und Hygiene einzuhalten. Transportbänder haben hier einen entscheidenden Einfluss, denn sie haben ‚Kontakt‘ mit den Waren, müssen punktgenau zur Weiterverarbeitung liefern sowie robust gegenüber mechanischen und chemischen Belastungen sein.“ Für Lebensmittelproduzenten sei es außerdem wichtig, dass gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden und niedrige Betriebskosten eine kostengünstige Produktion unterstützen. „Wir schätzen es sehr, dass die Transportbänder von Habasit diese gesetzlichen Vorgaben erfüllen und speziell für den Lebensmitteltransport konzipiert wurden.“

Neben den Modulbändern hat IPM in diesem Bereich auch schon die Bandserie Habasit Cleandrive™ eingesetzt. Die Bänder zeichnen sich durch eine vollkommen glatte Oberfläche, mit einer aus Querstreben bestehenden Rückseitenstruktur aus, die sich perfekt den speziellen Zahnrädern anpassen, um einen formschlüssigen Antrieb und zuverlässige Bandleistung zu gewährleisten. Habasit Cleandrive™ Bänder vereinen somit nicht nur die Vorteile von Modul- und Gewebebändern in einem Produkt, sie überzeugen auch in Punkto Sauberkeit. Das verwendete thermoplastische Material ist gegenüber Chemikalien wie Reinigungs- oder Desinfektionsmitteln äußerst resistent.

Produkte und Service überzeugen

„Da wir ein Auftragsfertiger sind, variieren die Fördertechniklösungen von Fall zu Fall. Wir produzieren nichts auf Lager und haben deshalb nur geringe Lagerbestände. Hier kommt uns die räumliche Nähe und hohe Lieferbereitschaft von Habasit zugute“, sagt Meißner. Vom hessischen Standort Eppertshausen bezieht IPM sämtliche Bänder. Auch Sonderlösungen mit speziellen Beschichtungen oder Bandergänzungen wie Mitnehmer seien innerhalb kürzester Zeit verfügbar, lobt er.

Generell laufe die Zusammenarbeit mit Habasit seit vielen Jahren sehr gut: „Wir sind sowohl von der Produktqualität als auch dem Service überzeugt. Wir haben es durchweg mit sehr kompetenten Ansprechpartnern zu tun, die sich mit den Anforderungen der Fördertechnik sehr gut auskennen.“ Auch die Internationalität von Habasit sei ein Vorteil: Für Projekte in den USA und China arbeitet IPM auch mit den Habasit Landesgesellschaften vor Ort zusammen. Kurze Wege sind auch in einer globalen Welt immer von Vorteil.

www.ipm-foerdertechnik.de

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