Mein Gott, was ist das?

Die nie zuvor erzählte Geschichte von Metalldetektoren und die Vision eines Unternehmens für eine abfallfreie Zukunft

Der erste Metalldetektor wurde in einer Notsituation erfunden. Am 2. Juli 1881 schoss Charles J. Guiteau an der Baltimore and Potomac Railroad Station in Washington, D.C. auf James A. Garfield, den 20. US-Präsidenten. Der Präsident verstarb zwar nicht sofort an seinen Verletzungen, doch die Ärzte konnten die Kugel nicht lokalisieren. Daher musste Garfield die tastenden Finger der Ärzte ertragen, die der Hygiene noch nicht allzu viel Bedeutung beimaßen.

Alexander Graham Bell erfand daraufhin einen Metalldetektor, der die Position der Kugel bestimmen konnte. Leider funktionierte die Maschine aufgrund der Metallfedern des Bettes nicht richtig und der Arzt gestattete Bell ausschließlich, Garfields rechte Seite zu untersuchen, wo er die Kugel vermutete. Tatsächlich steckte sie allerdings in der linken Seite. Garfield starb schließlich 79 Tage nach dem Attentat an den Infektionen der Wunde.

Seit 1881 hat sich die Technologie stark weiterentwickelt, doch Garfields fassungsloser Schrei, als er von hinten angeschossen wurde, „Mein Gott, was ist das?”, blieb seither eine der zentralen Fragen bei der Erkennung von Fremdkörpern.

Globale Konsequenzen

Auf einem anderen Kontinent und fast ein Jahrhundert später wurde 1976 im deutschen Schönberg das Unternehmen Sesotec gegründet, das heute einer der international führenden Spezialisten für Fremdkörperdetektion und Materialsortierung ist. Auch wenn die Anwendungsanforderungen normalerweise weniger dramatisch ausfallen als bei der Rettung von Präsidenten nach einem Attentat, sind ihre Produkte für den Zustand der Erde nicht minder wichtig.

Während wir uns der Bedeutung von Nachhaltigkeit immer bewusster werden, arbeitet Sesotec an der Spitze verschiedener Branchen, von Recycling über Lebensmittel bis hin zu Kunststoffen, um Fremdkörper zu eliminieren und gleichzeitig den Abfall weltweit zu reduzieren. Mit dem Fortschritt der Technologie hat sich auch Sesotec weiterentwickelt und sein Portfolio nicht nur mit Metalldetektoren, sondern auch mit Röntgeninspektions- und Sortiersystemen erweitert.

Auch wenn der Stammsitz von Sesotec in Deutschland bleibt und der Großteil der Fertigung hier stattfindet, hat das Unternehmen mittlerweile insgesamt sieben Tochtergesellschaften in Singapur, China, den USA, Italien, Indien, Kanada und Thailand, sowie über 60 Partner in allen wichtigen Märkten rund um den Globus. Auch Servicetechniker sind weltweit für die Unterstützung vor Ort stationiert.

Das Recycling der Zukunft

Es gibt nur wenige Märkte, die so dynamisch sind und sich so rasch ändern wie die Recyclingindustrie. Ob bei Kunststoffen, Metall, Glas oder Elektro- und Haushaltsabfällen: Die Reinheit des Materials ist für ein erfolgreiches und effizientes Recycling unerlässlich.

Christian Stadler, Head of Group Product Management bei Sesotec, erklärt: „Internationale Initiativen und Gesetzesänderungen in der Recyclingindustrie, über die seit langem gesprochen wird, treten nun in vollem Umfang in Kraft und die Märkte reagieren schnell. Die Ressourcenknappheit und der Wunsch nach Effizienzsteigerungen in allen Bereichen unseres Lebens, haben einen großen Einfluss auf die Unternehmen, mit denen wir zusammenarbeiten.”

Kunststoff ohne Metallverunreinigung

Insbesondere in der Kunststoffindustrie helfen die Systeme von Sesotec, Stillstandszeiten zu minimieren und eine hohe Qualität bei der Trennung von metallischen Fremdkörpern aus dem Materialfluss zu garantieren, noch bevor das Produkt in die Verarbeitungsmaschine (z.B. eine Spritzgussmaschine) gelangt. Der kleinste metallische Fremdkörper kann das Produkt ernsthaft beschädigen oder die Maschine verstopfen und zu kostspieligen Stillstandszeiten führen. Die hochmodernen Trenn- und Sortiersysteme von Sesotec entfernen Fremdkörper für maximale Maschinenverfügbarkeit und eine hohe Produktqualität.

www.youtube.com/user/sesotec/videos

Abendessen unter der Lupe

Christian Stadler ist stolz, für ein Unternehmen tätig zu sein, in dem Nachhaltigkeit eine treibende Kraft ist und dessen Qualitätsanspruch einen entscheidenden Einfluss auf unser tägliches Leben hat. Das wird besonders in der Lebensmittelindustrie deutlich, bei der ein Nichterkennen von Fremdkörpern, wie etwa Metall, Glas oder Knochenstücken, schwerwiegende Konsequenzen für die Gesundheit der Verbraucher haben kann.

Mit dem Voranschreiten der Röntgentechnologie lassen sich nun Fremdkörper von nur 0,3 mm Größe erkennen, so dass diese Teile identifiziert und entfernt werden können. Dadurch werden nicht nur Gesundheitsrisiken für die Verbraucher verhindert, sondern durch weniger falsch erkannte Ausschussteile auch der Abfall reduziert.

Nachhaltige Partnerschaften

Laut Christian Stadler ist einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg von Sesotec die fortlaufende Zusammenarbeit mit den Kunden. Die Anforderungen der Kunden werden immer individueller, sodass die kundenspezifische Anpassung ein wichtiger Teil der Arbeit von Sesotec ist. „Sehen Sie sich unseren Alltag an. Heute können Sie sogar Laufschuhe an Ihre individuellen Vorlieben anpassen lassen und zu einem angemessenen Preis kaufen. Das Gleiche geschieht in unseren Branchen. Die Produkte müssen die Kundenanforderungen erfüllen, und wenn diese immer vielfältiger werden, muss ein Betrieb auf effiziente Weise darauf reagieren.”

„So wie wir nach Partnerschaften mit unseren Kunden streben”, so Christian Stadler, „stellen wir uns auch gute Partnerschaften mit unseren Lieferanten vor. Sie sind Partner, von denen wir lernen können und mit denen wir gemeinsam einen Mehrwert für den Kunden schaffen.” Daher ist Habasit seit über zwanzig Jahren ein idealer langfristiger Partner des Unternehmens.

Auch wenn Sesotec an vorderster Front von sich stets wandelnden Branchen steht, behalten die drei Hauptsäulen ihrer Philosophie ihre Gültigkeit. Zu den zentralen Werten des Unternehmens gehören zuallererst Zusammenarbeit, sowohl intern als auch extern, die Vereinfachung komplexer Prozesse sowie Innovation, was bedeutet, von den Kunden zu lernen und gleichzeitig neue Wege zu finden, diese zu unterstützen.

Das Gebiet der Fremdkörperdetektion erfordert fortwährende Anpassung. Eine Herausforderung, der sich Sesotec gemeinsam mit seinen Partnern stellt. Schließlich geht es nicht nur um das Verhindern von Problemen, sondern auch darum, neue Möglichkeiten für die Zukunft zu schaffen. (ST)

Sonja StrimitzerMarketing
www.sesotec.com

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