Die Reifenindustrie und Habasit sorgen gemeinsam für eine reibungslose Fahrt

Die Geschichte des modernen Reifens begann mit schlimmen Kopfschmerzen. Wir schreiben das Jahr 1888 in Belfast. Einem Jungen wird das Radfahren auf dem rauen Kopfsteinpflaster der May Street zur Behandlung seiner wiederkehrenden Kopfschmerzen verordnet. Sein Vater John Boyd Dunlop – ein erfolgreicher Tierarzt – stellt rasch fest, dass die Verordnung des Arztes kontraproduktiv ist. Die Vollgummibereifung des Dreirades des Jungen sorgt für eine holprige Fahrt. Dies war auch der Grund dafür, dass die allerersten Fahrräder den Spitznamen „Knochenschüttler” trugen. Aber als Dunlop seinen kleinen Sohn an diesem Tag die Straße entlangrütteln sah, hatte er eine revolutionäre Idee.

Aus einer Gummimatte, die seinen OP-Tisch bedeckte, schnitt er Streifen, die er dann zu einem langen Schlauch zusammennähte und verklebte. Er umwickelte ihn mit Stoffstreifen, versiegelte die Oberfläche mit Flüssiggummi und füllte ihn schließlich mit Luft. Der erste Luftreifen war geboren. Die Geschwindigkeit und Effizienz des Dunlop-Reifens wurde nur ein Jahr später bestätigt: der irische Fahrradfahrer Willie Hume gewann damit zwei Rennen – und das wahrscheinlich ohne Kopfschmerzen.

Der Guinness-Weltrekord der Reifen

Seit 1888 hat sich die Reifenindustrie auf über 900 Reifenfabriken auf der ganzen Welt ausgeweitet. Im Jahr 2015 wurden allein in den USA ca. 170 Millionen Reifen hergestellt. Überraschenderweise bleibt der weltweit größte, vom Guinness-Buch der Weltrekorde anerkannte Reifenhersteller die Lego Gruppe, die im Jahr 2011 mehr als 318 Millionen Spielzeugreifen produzierte.

Trotz dieser umwerfenden Zahlen beschäftigen sich die meisten von uns nicht mit Reifen bis sie uns Probleme bereiten. Kaum jemand sieht Reifen als eine Art Lebensversicherung. Obwohl sie eben genau das sein können. Das Reifenprofil kann ausschlaggebend sein für einen kurzen oder einen zu langen Bremsweg. Außerdem kennt jeder das Problem, einen Platten am Straßenrand wechseln zu müssen, doch glücklicherweise kommt das dank der fortgeschrittenen Reifentechnologie immer seltener vor.

1901 – etwas mehr als ein Jahrzehnt nachdem Henry Ford sein erstes Automobil gebaut hatte – wurden 7.000 Autos mit 28.000 Reifen verkauft. Im Vergleich dazu wurden in dieser Zeit unglaubliche 68.000 Ersatzreifen hergestellt. Aufgrund der Straßenverhältnisse, die damals noch nicht kompatibel waren mit den Automobilen, gehörte der Reifenwechsel zur Fahrroutine, so dass viele Fahrzeuge mit bis zu vier Ersatzreifen ausgestattet waren.

Die Bänder hinter den Kulissen

So wie die Reifenindustrie ständig neue Wege findet, um Autofahrer sicherer über die Straßen rollen zu lassen, so arbeitet Habasit weltweit hinter den Kulissen, um die Reifenhersteller mit den geeigneten Bändern für jeden Produktionsschritt auszustatten.

„Der Reifenproduktionsprozess von Anfang bis Ende beinhaltet viele verschiedene technische Anforderungen – er beginnt mit Rohmaterialien und endet mit einem fertigen Reifen”, erklärt Jens Niepmann, Key Account Manager für die Reifenindustrie bei Habasit. „Wir stellen dafür eine Vielfalt an Bändern mit unterschiedlichsten Eigenschaften her, wie z.B. Hitze-, Verschleiß-, Hydrolyse- oder Chemikalienbeständigkeit.”

Die unerwarteten Bestandteile eines Reifens

Je nach den gewünschten Eigenschaften, wie geringem Rollwiderstand oder extrem hohem Grip, besteht ein Reifen aus über 200 Bestandteilen, von natürlichem und synthetischem Gummi über Ruß und Silica bis hin zu einer Vielzahl weiterer chemischer Wirkstoffe.

In den letzten Jahren, seit sich die Industrie ihres CO2-Fußabdrucks bewusster geworden ist, erforschen die Hersteller Möglichkeiten, alternative Öle wie etwa Raps-, Orangen- und Sonnenblumenöl zur Herstellung von synthetischem Kautschuk zu verwenden. Dies ist nicht nur ein Schritt in Richtung Nachhaltigkeit, sondern führt in einigen Fällen auch zu verbesserter Reifenleistung. Forscher untersuchen auch den Ersatz teurer Verstärkungsfüllstoffe wie Ruß und Kieselsäure durch Öle, Zellulosefasern oder andere pflanzliche Stoffe. Ein paar weitere mögliche Inhaltsstoffe, die Sie vielleicht nicht in Ihrem Reifen erwarten, sind Maisstärke, Löwenzahn, Walnussschalen und Zellstoff.

Die Pannenhilfe, auf die Sie gewartet haben

Unabhängig davon ob ein Reifen aus Blumen oder der milchigen Flüssigkeit eines Gummibaums besteht, der Herstellungsprozess ist klebrig und heiß.

„Wenn das Gummi zum ersten Mal aus dem Mischprozess herauskommt, kann es bis zu 150-160°C heiß sein”, erklärt Jens Niepmann. „Es ist eine sehr raue und spezifische Umgebung für die Bänder, und da in der Gummimischung chemische Prozesse ablaufen, ändern sich sogar während des Transports die Eigenschaften des Zwischenmaterials.”

Von Gewebe- über Kunststoff-Modulbändern bis hin zu breiten Zahnriemen sind Dutzende von Bändern für die Produktion eines einzigen Reifens erforderlich. In einem großen Werk, in dem täglich bis zu 20.000 Reifen hergestellt werden, sind reibungslose und effiziente Prozesse erforderlich. Schon die geringste Unterbrechung der Produktion kann für das Unternehmen kostspielig werden. Stellen Sie sich die Panne auf der Autobahn mal 20.000 vor.

Hier setzt Habasit an und bietet nicht nur Komplettlösungen für jede Phase der Reifenproduktion, sondern auch ein einzigartiges Produkt, das die Art von Pannenhilfe ist, auf die die Branche gewartet hat. In einer Reifenproduktionslinie werden zahlreiche Zahnriemen benötigt. Fällt ein Riemen aus, führen unvorhergesehene Ausfallzeiten zu steigenden Kosten und verringerten Produktionsmengen. Wenn alle Bänder in einer Linie ausgetauscht werden müssen, bedeutet das auch bei geplanten Wartungsfenstern bis zu zehn Stunden Ausfallzeit und die Arbeit von vier bis fünf Mitarbeitern. Und in jeder Reifenfabrik befinden sich mehrere Linien!

Einführung der mechanischen HabaSYNC® Hinge Joint Endverbindung

Um genau diese kostenintensiven Ausfallzeiten zu minimieren wurde die Habasit­ Hinge Joint entwickelt. Für diese Endverbindung wird ein Scharnier in den Zahnriemen integriert. Die beiden Enden sind mit einem Metallstift verbunden, der für eine schnelle und sichere Montage des Zahnriemens sorgt. Für Reifenhersteller auf der ganzen Welt hat sich gezeigt, dass Hinge Joint einen wesentlichen Beitrag zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung leistet.

Wie wir alle wissen, lassen sich gelegentliche Pannen, ob am Straßenrand oder an einer Reifenproduktionslinie, nur schwer vollständig vermeiden – Kopfschmerzen sollten Sie Ihnen aber keine bereiten. In der Tradition von John Boyd Dunlop findet Habasit neue Wege, eine holprige Fahrt weniger „knochenschüttelnd" zu gestalten. (ST)

Craig Kenhart Industry Segment Manager Jens Niepmann Industry Key Account Manager Automotive - Tire

Besuchen Sie vom 5. bis 7. März 2019 unseren Stand auf der Tire Technology Expo 2019 in Hannover. www.tiretechnology-expo.com.

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