Die Macht eines Knopfdrucks
Das Kauferlebnis ändert sich rasant durch den Einzug des E-Commerce in alle Bereiche, angefangen mit Lebensmitteln, Musik und Kleidung, bis hin zu Mitfahrgelegenheiten und sogar dem nächsten Date. Nun ist man noch einen Schritt weitergegangen und hat kürzlich den Amazon Dash Button eingeführt – ein kleines WiFi-Gerät, das auf Knopfdruck bestimmte Produkte bestellt. Keine Kreditkarten oder Bestellformulare, nur ein Klick und schon sind eine Packung Windeln, Knabbersachen oder superweiches Toilettenpapier auf dem Weg. Und falls man keine Lust hat, einen Knopf zu drücken: Whirlpool arbeitet momentan an einer Waschmaschine und einem Trockner, die in der Lage sein werden, „vorauszusehen”, wann das Waschmittel zur Neige geht, um dann selbständig nachzubestellen.

Das Konzept „Immer und überall” formt Geschäftsmodelle auf der ganzen Welt. Der Omnichannel-Ansatz verbreitet sich bei Unternehmen immer mehr, da diese auf der Suche nach einer Multi-Vertriebskanal-Strategie sind. Es werden alle Mittel eingesetzt, um ein nahtloses Einkaufserlebnis zu bescheren, sei es per Post oder im Einkaufszentrum.

Ein weiter Weg bis vor die Tür
Die wachsende Welt der on-demand-Bestellung scheint weit weg zu sein von jener der Förderbänder, aber in Wirklichkeit ist es schier unmöglich, einen Bestellknopf zu drücken, ohne ein solches in Bewegung zu setzen. Dafür, dass jedes Produkt an seinem Ziel ankommt, nutzt die Materials Handling Industrie hunderttausende Kilometer Förderband.

Ein gutes Beispiel ist der UPS Chicago Consolidation Hub (CACH). Mit durchschnittlich 1,3 Millionen sortierten Paketen täglich, ist er das größte Verteilzentrum für den Landtransport in den USA und die größte Paketsortieranlage der Welt. Habasit ist ein wichtiger Lieferant für das 100 km lange, über mehr als 1 Mio. Quadratmeter weite Labyrinth aus Förderbändern. In weniger als fünfzehn Minuten durchläuft ein Paket ein komplexes System aus Entladen, Identifizieren, Konsolidieren, Sortieren und Laden.

Ein weiteres Beispiel ist das Verteilzentrum der Adidas Gruppe im Niedersachsenpark mit einem Durchlauf von 100 Mio. Artikeln pro Jahr. Seit die E-Commerce-Verkäufe in jedem Land zweistelliges Wachstum verzeichnen, gibt es einen steigenden Bedarf an schnellem Transport.

Für den Fortschritt gerüstet
Ob im Einzelhandel und Vertrieb, oder in der sich schnell entwickelnden Kurier-, Express- und Paket-Branche (KEP): Habasit ist für alle Anforderungen bestens gerüstet. Die vielfältigen Sortiersysteme, die in den Logistikzentren stehen, erfordern Tempo, Belastbarkeit und Präzision. Die manchmal kilometerlange Reise eines Artikels kann über Gewebebänder, Zahnriemen, Kunststoff-Modulbänder und Ketten führen. Dabei berücksichtigen wir jede Kurve und jede Steigung, wenn wir unsere Kunden bei der Planung unterstützen. Durch regelmäßige Überwachung des Bands sowie die Messung der Übertragungsleistung wird der zuverlässige Transport der Produkte sichergestellt.

Als One-Stop-Shop bieten wir Bandlösungen aus einer Hand, um Kosten und Koordinationsaufwand zu reduzieren. Da Habasit die komplette Produktpalette anbietet, können wir Sie optimal beraten. Ob schwer entflammbar, beständig, antistatisch oder adhäsiv – dies sind nur einige der Eigenschaften, die bei der Bandauswahl zur Verfügung stehen.

Wir sind uns unserer sozialen und ökologischen Verantwortung bewusst. Dies kann sogar Einsparungen für unsere Kunden bedeuten. Durch Verringerung des Reibwerts können Bänder unserer Eff-Line-Serie Energiekosten bis zu 45% reduzieren. Man kann sich vorstellen, welchen Unterschied das für Unternehmen wie UPS, FedEx oder DHL macht, die große Verteilzentren mit kilometerlangen Bändern haben, die Tag und Nacht laufen, um schnelle und effiziente Lieferungen gewährleisten zu können.

Intelligenz und Technik
Vom Input über das Sortieren bis zur Ausgabe geht es bei den industriellen Logistiksystemen sowohl um Intelligenz als auch um Technik. Die Entwicklung von Software, die eine große Anzahl an Produkten identifizieren und lenken kann, benötigt manchmal viele Jahre. Am Ende des Tages kann ein Transportband nur so präzise arbeiten wie die Software, die es steuert. Daher arbeitet Habasit eng mit Entwicklern von Steuerungssystemen zusammen.

Leben auf der „Uber”holspur
Da fast alle Annehmlichkeiten des Lebens nur noch einen Klick entfernt sind, ist on-demand eher ein Lebensstil als Luxus, und Einzelhändler müssen sich anstrengen, um Schritt zu halten. Neue Geschäftsmodelle schaffen neue Maßstäbe in punkto pünktliche Lieferung. Start-up-Unternehmen wie Uber werden zur Norm, indem sie Grenzen zwischen Unternehmen und Kunden verschwimmen lassen und diesen einen direkteren Weg zum Ziel bieten. Zunächst ein persönliches Taxisystem, erweitert Uber nun das Angebot und transportiert alles vom Teddybär bis zum Klavier quer durch die Stadt. „Mit uberCARGO reisen Waren wie ein VIP”, war auf der Homepage zu lesen. Der Geschäftsführer Travis Kalanick berichtete, dass das junge Unternehmen seine Umsätze alle sechs Monate mindestens verdoppele.

Kleine und große Unternehmen suchen nach Möglichkeiten, diesen Trend zu bedienen, so dass „uberfication” zum Codewort für die wachsende Nutzung von freiberuflicher Arbeit geworden ist. Es ist noch unklar, was diese Ver­lagerung für die Transportbandindustrie bedeutet. Auch wenn sich mancher ein Transportband zwischen seinem Haus und dem örtlichen Supermarkt wünscht, ist dies doch eine eher unwahrscheinliche Entwicklung. Die Geschichte von Habasit basiert auf Visionen neuer Transportmöglichkeiten in jedem Bereich und wir sind gespannt, was die Zukunft bringt. (ST)

Alexander Detsyura, Markus Deutsch Luca Grazzini
Industry Segment Manager

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